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Kondensation

Der Vorgang der Kondensation ist ein Begriff aus der Physik. Er beschreibt dabei näher Umwandlung von einem gasförmigen Stoff in einen flüssigen Zustand. Dieser Aggregatszustand ist abhängig von dem äußeren Druck und der Temperatur.

Der Begriff der Kondensation spielt in der Meteorologie eine Rolle. Von der Thermodynamik hängt es also ab, wann der Taupunkt erreicht ist und es zum Niederschlag kommt.

“Es regnet, Gott segnet!”

Wenn das physikalisch so einfach wäre, wie es dieser alte Kinderreim besingt. Denn schließlich geht es ja um feste, gasförmige und flüssige Aggregatzustände, die alle ihre Spuren einer Kondensation hinterlassen. Ob der Gott des Kinderreims auch einen Sensus für die Teilchenmodelle mit ihren Atomen, Ionen und Molekülen hat? Dazu wäre es gut das Werk von Carl Friedrich von Weizsäcker befragen zu können, der 2007 in Söcking am Starnberger See verstorben ist. Kernphysik und Quantenphysik, das waren seine Welt.

Kondensation ist an beschlagenen Scheiben zu beobachten

Kondensation ist an beschlagenen Scheiben zu beobachten

Aber nichts war dem Bruder des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker eine so wichtige Frage, wie Physik und Gott zusammen verstehbar sind. Ein einfaches Kondensat als Streifen am Himmel ist viel mehr als die Nüchternheit einer Wissenschaft zu sagen vermag. Einen Blick in seine umfangreiche Bibliografie zeigt, dass er sich Zeit seines wissenschaftlichen Arbeitens mit der Frage auseinandergesetzt hat.

Kondenswasser zwischen den Scheiben

Jeder Mensch hat die Kondensation schon einmal wahrgenommen. Aber so wirkliche Gedanken wie das passiert hat er sich sicherlich nicht gemacht. Die Kondensation ist eine Folge der Übersättigung der gasförmigen, festen oder flüssigen Materie und wird im sogenannten Nukleationsprozess umgewandelt.

Doch was wir mit laienhaftem Verstand sehen, ist das Kondenswasser zwischen undichten Doppelverglasungen. Es stört uns und ist ein Fall zur Reklamation. Das Kondenswasser, was sich im Winter an den Fenstern bildet, läuft am Holzrahmen runter und hinterlässt spuren. Doch die Tautropfen im Frühjahr auf den ersten Blättern, sie lösen gute Gefühle aus. Und so einen Tautropfen mit dem Mund auffangen, löst Kindheits-Erinnerungen aus.

Aber wenn sich die Kondensation am Himmel als Quellwolken zeigt, dann wird es bald unangenehm. Denn gerade Wetterfühlige merken, dass sich in der Atmosphäre etwas ändert.

Und die Kondensation in einem Wärmegewitter kann sich schlimmstenfalls auch als Hagel melden.